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Mittenwald: Wanderungen zwischen Karwendel, Wetterstein und Estergebirge

4. September 2009   |   Autor/ in:


Wanderungen rund um Mittenwald

Weithin sichtbar ragt der gotische Turm der katholischen Kirche St. Peter und Paul aus der Gemeinde mit ihren traditionellen Häuser mit Ziegeldach und Freskenverzierungen: Dieses Bild von Mittenwald bietet sich dem Wandersmann, der sich auf gemacht hat, die umliegenden Berge zu erkunden. Und derer gibt es viele: Der Ort liegt umgeben von Karwendel, Wetterstein und Estergebirge. Der ideale Ausgangspunkt also für Wanderungen. Wer dabei nicht so hoch hinauf möchte, kann auch einfach im Tal bleiben und entlang malerischer Bergseen in die Nachbargemeinden Krün und Wallgau laufen.

Es folgt eine Auswahl unterschiedlich schwerer Touren rund um Mittenwald. Wer weitere Infos zu Unterkünften, Nahverkehrsmitteln und Sehenswürdigkeiten in der Region sucht, begibt sich am Besten auf www.mittenwald.de

Schöne Touren auf den Spuren von Kini & Co.

1. Seen-Rundwanderung ab Krün

Auch ohne bergsteigerische Ambitionen lässt sich diese Tour gut bewältigen. Drei Bergseen, die im Sommer ideale Badeziele sind, stehen auf dem Programm.

Wegbeschreibung: Start der Tour ist Krün. Auf dem Isartaler Rundwanderweg geht es Richtung Barmsee, der idyllisch am Waldrand gelegen ist. Hier gibt es einen kleinen Badeplatz. Der Weg führt am westlichen Ufer entlang, bis es schließlich wieder in den Wald geht (Wegweiser „Gerold“). Über eine kurze, knackige Steigung wird schließlich ein weiter Wiesengrund mitsamt dem Wagenbrüchsee erreicht.

Am See entlang geht es in Richtung Gerold und zum Ortsteil Klais. Dieser älteste Ortsteil der Gemeinde Krün hat eine bewegte Vergangenheit: der alte römische Handelsweg, Via Raetia, führte hier entlang und ist noch heute sicht- und begehbar.

In Klais der Beschilderung Richtung Grubsee folgen. Mitten im Wald liegt der kleinste der drei Seen, der ein beliebtes Badeziel ist. Von hier durch den Wald in Richtung Hotel „Barmsee“ und weiter nach Krün.

Infos: Länge der Tour – ca. 13 km bzw. 3,5 Stunden.

2. An der Klamm entlang zur Esterbergalm

Die Esterbergalm ist ein beliebtes Ausflugsziel der Garmischer am Fuße des Wanks (1.774 m). Auf dem Weg zur Alm bietet die Finzbachklamm erstaunliche Tiefblicke.

Wegbeschreibung: Von Krün oder Wallgau auf Landwirtschaftsstraßen Richtung Finzbachklamm. Langsam begibt man sich in den Wald und steigt auf einer Forststraße stetig bergauf. Nach ca. 30 Minuten weist ein Schild auf die Finzbachklamm hin. Ein schmaler Pfad führt links in den Wald, das Tosen des Finzbaches wird lauter. Plötzlich ist die Klippe erreicht: über hundert Meter blickt man hier ins Tal. Von hier weiter an der Klamm entlang gehen oder, bei weniger Trittsicherheit, zurück auf den Forstweg.

Nach ca. 2,5 Kilometern verlässt man den Forstweg. Nun geht es immer am Altgraben entlang zur Finzalm. Der Weg wird beständig steiler, während verschiedene Zuflüsse des Finzbaches überquert werden. Schließlich wird die Farchanter Alm passiert. Von hier sind es noch knapp 20 Minuten zum Ziel.

Wer nicht auf dem gleichen Weg zurücklaufen möchte, kann den deutlich kürzeren, aber steileren Abstieg nach Garmisch-Patenkirchen (Bergstation Wankbahn) wählen. Von hier verkehren Busse zum Hauptbahnhof, dort Richtung Mittenwald, Krün oder Wallgau umsteigen.

Infos: Dauer – ca. 3,5 Stunden einfach bzw. 6 Stunden retour, ca. 11 bzw. 22 km. Einkehrmöglichkeiten: Finzalm (nur im Sommer teilbewirtschaftet), Farchanter Alm, Esterbergalm (Mittwochs Ruhetag), beim Abstieg nach Patenkirchen: Café am Alpencamp Wank

3. Die „Königs“-Tour: Zum Schachenhaus

Eine wahrhaft königliche Tour, flankiert von majestätischen Bergseen und gekrönt von König Ludwigs Schachenschloss auf dem hohen Schachen (1.870 Meter).

Wegbeschreibung: Von Mittenwald auf dem Privatweg (Kreuth) Richtung Lautersee wandern. Man passiert den Kurpark am Burgberg und hat nach ca. 30 Minuten den malerischen See erreicht. Von hier den Schildern zum Ferchensee folgen (ca. weitere 45 Minuten). Auch dieser bietet ein einzigartiges Panorama.

Vom Ferchensee den Schildern zum Schachen bzw. zur Wettersteinalm folgen. Nach etwa 1 ¼ Stunden führt ein Pfad links durch den Wald auf das sogenannte Königssträßchen. Der Pfad führt zur Wettersteinalm, die einsam auf einer großen Lichtung direkt vor der Kulisse des Wettersteingebirges liegt.

Von hier sind es knappe 1 ½ Stunden auf den 1.870 Meter hohen Schachen. Sobald man aus dem Wald tritt, rückt das Schachenschloss in den Blick: ein von König Ludwig II. errichtetes Jagdschloss mit prächtiger Inneneinrichtung. Neben fünf Wohnräumen mit Zirbenholztäfelung und historischen Ornamenten ist vor allem der türkische Saal, mit Springrunnen und bemalten Glasfenstern, einen Besuch wert.

Info: Dauer der Tour (einfach) – ca. 5 Std. bzw. 16 km. Zur Verkürzung des Rückweges ca. 3 km nach dem Passieren der Wettersteinalm links Richtung Elmau absteigen, vor dort mit dem Bus nach Mittenwald. Einkehrmöglichkeiten: Wettersteinalm (nur im Sommer, Getränke) und Schachenhaus.


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