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Outdoorsport, Sportklettern, Wandern

Herbstwanderungen in der Pfalz

18. Oktober 2010   |   Autor/ in:


Die deutsche Region Pfalz liegt im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und umfasst eine Fläche von 5451,13 km². Sie ist eine beliebte Ferienregion und zieht vor allem Wanderer und Kletterer an.
Der Pfälzerwald ist mit seinen 177100 ha das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und ein Bestandteil des Naturparks Pfälzerwald, der zusätzlich noch einige Täler einschließt. Für Wanderer bietet der Pfälzerwald nahezu unendliche Möglichkeiten, sich der Natur zu nähern. Man kann sich mithilfe einer Karte entweder eigene Routen zusammenstellen oder man hält sich an eine der angegebenen Wandertouren, von denen im Folgenden einige vorgestellt werden sollen.

Wandern: Bad Bergzabern zum Stäffelsberg

Es lassen sich insgesamt über 60 Touren finden, daher sollen aus jeder Längenkategorie Beispiele aufgeführt werden. Für Wanderanfänger sind die kürzeren Touren, deren Länge in etwa 10 km beträgt, am passendsten. Eine hierfür geeignete Route führt den Wanderer von Bad Bergzabern zum Stäffelsberg. Auf den elf Kilometern begegnen dem Ausflügler die Kolmerkapelle, die früher eine Wallfahrtskirche war, und das schöne Dörfchen Dörrenbach, in dem man sich in einem der Gasthäuser getrost eine Pause gönnen darf. Der vorherige Anstieg auf den Stäffelsberg ist nämlich sehr anstrengend und man könnte leicht von der Optik des vorhandenen Aussichtturms enttäuscht sein. Man sollte ihn aber dennoch erklimmen, da er eine wundervolle Aussicht ermöglicht: Bei guter Sicht kann man weit in die Rheinebene und ins nördliche Elsass blicken. Spätestens dann weiß man, dass sich der mühevolle Aufstieg gelohnt hat. Der Rückweg ist dann auch nicht mehr so beschwerlich, erst recht nicht, wenn man wirklich eine Pause in Dörrenbach eingelegt hat.

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Wandern: Hohe Tanne, Landeck, Martinsturm

Nach einigem Training traut sich der Urlauber dann vielleicht auch schon eine längere Wanderung zu, daher soll auch eine Route von 20 km beschrieben werden: Hierbei handelt es sich um die Route „Hohe Tanne, Landeck, Martinsturm“. Die Tour beginnt in Silz und hat es schon zu Beginn in sich, da der Aufstieg zum Bergmassiv Abtskopf die erste Etappe bildet. Belohnt wird die Anstrengung durch den ersten Aussichtspunkt, von dem aus man schon einmal den Martinsturm sehen kann. Nächstes Etappenziel ist die Burgruine Landeck, die aus der Stauferzeit stammt und aufwendig restauriert wurde. Es empfiehlt sich, hier einen Zwischenstopp einzulegen, da es ein Restaurant und auch ein kleines Museum gibt. Im Restaurant werden Pfälzische Spezialitäten wie der Pfälzer Saumagen oder der Schwenkbraten angeboten. Auch wenn der Name „Saumagen“ im ersten Moment nicht besonders appetitliche klingen mag, lohnt es sich, über seinen Schatten zu springen und ihn einfach zu probieren. Der Magen wird gefüllt mit magerem Schweinefleisch, Bratwurstbrät, Kartoffeln und zahlreichen Gewürzen. Danach zieht er im heißen Wasser, wird in Scheiben geschnitten, die häufig noch einmal in der Pfanne angebraten werden, und serviert. Als Beilagen werden üblicherweise Kartoffelpüree und Sauerkraut gereicht. Zu einem Pfälzischen Essen gehört natürlich auch der passende Wein, wir befinden uns schließlich im zweitgrößten Weinbaugebiet Deutschlands. Zu den besten Weinsorten gehören der Riesling und der Merlot, beide sollte man als Weinliebhaber auf jeden Fall kosten.
Nach einer genussvollen Erholungspause kann die Wanderung frisch gestärkt zur nächsten Burgruine weitergehen. Man erreicht die Burgruine Schlössel, die mitten im Wald liegt und zu den ältesten Burganlagen der Pfalz gehört. Doch das soll noch nicht die letzte Burgruine gewesen sein, es folgt noch die Ruine einer mittelalterlichen Fliehburg. Dann ist es auch nicht mehr weit bis zum Ziel der Wanderung, dem 1886 erbauten Martinsturm. Man kann ein weiteres Mal eine atemberaubende Aussicht genießen, bevor man sich auf den Weg zurück nach Silz macht.

Mountainbiken und Sportklettern

Auch für Mountainbiker bietet der Pfälzerwald ausreichend Touren mit landschaftlichen Highlights. Die Schwierigkeitsgrade gehen von leicht bis extrem schwer, jeder sollte also eine geeignete Strecke für sich finden können. Auch die Bodenbelege reichen von angelegten Radwegen bis zu Crossstrecken im Wald.
Das Klettergebiet Südpfalz gehört zu den bedeutendsten Klettergebieten Deutschland und verfügt über etwa 80 freistehende Buntsandsteintürme. Im Frühling sind jedoch einige von ihnen gesperrt, weil dort Wanderfalken brüten. In diesem Klettergebiet existieren ca. 5000 Kletterrouten aller Schwierigkeitsstufen von Anfänger- bis Profistrecken. Die Strecken sind jedoch von äußerst schwankender Qualität, man sollte sich also genau überlegen, welche Routen den eigenen Fähigkeiten entsprechen und was man erleben möchte.

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Übernachten

Für Übernachtungen stehen je nach Budget zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen zur Verfügung. Wer sich die „Pfälzer Geselligkeit“ nicht entgehen lassen möchte, sollte auf jeden Fall abends in einer der unzähligen Gaststätten einkehren und sich unter die Pfälzer mischen.

Trekking durch den Pfälzer Wald

Seit einigen Jahren kann man auch ein mehrtägige Wanderung, zu Neudeutsch Trekking, durch den Pfälzerwald unternehmen. Übernachtet wird auf ausgewiesenen Plätzen im eigenen Zelt. Die Plätze sind ab der Zivilisation mitten im Wald. Weitere Informationen gibt es unter http://www.trekking-pfalz.de

Mehr Informationen zur wanderbaren Pfalz unter:


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