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Mit Kindern ins Gebirge

6. Juli 2009   |   Autor/ in:


Mit Kindern ins Gebirge

Kinder lieben die Natur. Bei einer gemeinsamen Bergwanderung haben Sie die Möglichkeit, ihre Umgebung spielerisch mit allen Sinnen zu erforschen. Wichtig dabei: Eltern sollten die Kinder nicht überfordern und ihnen genug Raum zum spielen und entdecken einräumen. Dann steht dem gemeinsamen Bergurlaub nichts im Wege.

Der deutsche Alpenverein hat hierzu die Broschüre „Bergwandern mit Kindern“ herausgebracht (Download unter http://www.alpenverein-bw.de/downloads/dav_faltblatt_bergsteigen_kids.pdf)

Die wichtigsten Tipps und Empfehlungen im Überblick:

1. Vor der Tour

Sorgfältige Planung ist das A und O. Wählen Sie lieber eine tendenziell zu leichte Tour und vergewissern Sie sich anhand einer topographischen Karte oder anhand von Wanderführern, dass Sie über die Eigenheiten des Weges und die Bodenbeschaffenheiten informiert sind.

  • Planen Sie „Entdecker-Zeit“ mit ein. Wenn Kinder ausschließlich hinter den Erwachsenen her laufen, ist schlechte Laune vorprogrammiert. Kinder brauchen Abwechslung und Zeit zum Spielen. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, die Steine am Wegesrand, die Spielwiese oder den Bach zu erkunden und planen Sie die Extrazeit in ihre Tour ein.
  • Treffen Sie gemeinsame Entscheidungen. Es muss nicht immer der Gipfel sein, ein Ausflug zum See oder zur Alm kann für die Kids genauso spannend sein. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, bei der Auswahl der Tour mit zu entscheiden.

2. Während der Tour – wie weit darf’s gehen?

Natürlich sind Leistungs- und Aufnahmefähigkeit von einem 7- und einem 12-Jährigen sehr unterschiedlich. Hier einige Informationen darüber, wie schwer und lang eine Tour für Kinder unterschiedlicher Altersstufen sein sollte.

Kleinkinder (von ein bis drei Jahren), die alleine sitzen können, können problemlos in einer Kindertrage (sogenannten „Kraxe“) transportiert werden. Wichtig ist es, regelmäßige Pausen (mindestens jede Stunde) einzulegen, damit die Kinder sich frei bewegen können. Da die Kinder in der Trage den Temperaturen stark ausgesetzt sind, müssen sie ausreichend vor Unterkühlung, UV-Strahlung oder Hitzschlag geschützt werden. Die maximale Zeit in der Trage sollte 4 Stunden nicht überschreiten.

Vorschulkinder zwischen drei und sechs erschließen sich ihren Weg bereits selbst und sind mit Feuereifer bei der Sache. Längere Erholungspausen und eine abwechslungsreiche Wegführung sind ein Muß, eine maximale Gehzeit von vier Stunden sollte dabei nicht überschritten werden. Meiden Sie ausgesetztes oder absturzgefährdetes Terrain.

Mit zunehmendem Alter steigert sich Kondition und Trittsicherheit. Mit entsprechenden Erholungspausen können Grundschulkinder (sechs bis zehn Jahre) Touren mit bis zu 5 Stunden Gehzeit bewältigen. Mit ein bisschen Übung darf man den Kindern auch ein paar „Kraxelstellen“ oder steilere Passagen zumuten, eine Herausforderung, die gerne angenommen wird. Die Eltern sollten allerdings in der Lage sein, die entsprechende Hilfestellung zu geben.

Bei älteren Kindern (von zehn bis 14) ist in der Regel eine gute Ausdauer vorhanden und die Körperkraft nimmt zu. Touren mit maximal 7 Stunden Gehzeit sollten möglich sein. Unter Umständen wollen die Kids nun auch an ihre Leistungsgrenze gehen, sodass auch Mehrtagestouren mit Hüttenaufenthalt geplant werden können – das sollte man jedoch individuell vom Kind und seinen Wünschen abhängig machen.

3. Wandern ist öde? Von wegen!

Spiele machen jede Wanderung zum Abenteuer. Erfreulicherweise gibt es genug Spiele, die Klein und Groß bei Laune halten und wenig bis gar keiner Vorbereitung bedürfen. Wie wäre es beispielsweise mit

… Sammelspielen? Ein vorab definierter Gegenstand wird unterwegs eingesammelt, z.B. Bucheckern, Tannenzapfen oder Kastanien. Daheim lassen sich aus den gesammelten Schätzen kreative Bilder und lustige Figuren basteln. Oder man setzt sie als Währung ein: für zwei Bucheckern gibt es einen Apfel, für fünf ein Malheft…

… Assoziationsspielen? Von „ich sehe was, was Du nicht siehst“ über Wörterketten bis hin zu „an welches Tier denke ich?“ (zu erraten nur durch Ja- oder Nein-Fragen) gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, die Fantasie während der Wanderung auf Trab zu halten.

… Geocaching? Die moderne Form der Schatzsuche liegt voll im Trend. Wie es geht, was man braucht und wo man Schätze findet, erfährt man auf http://www.geocaching.de/

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Bildquelle: Familientour / Bayerische Zugspitzbahn Bergbahnen AG


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