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Patagonia Recycling Programm

6. Mai 2010   |   Autor/ in:


Patagonia Recycling Programm

Pressemitteilung Patagonia

Patagonias Common Threads Recycling Programm macht weitere Fortschritte

Leider landet viel zu viel von dem, was heutzutage produziert wird, auf der Mülldeponie und wird letztendlich verbrannt. Wir sind der Auffassung, dass jeder – Unternehmen sowohl als auch Einzelpersonen – zur Umweltverschmutzung und zum Klimawandel beiträgt. Wir alle müssen handeln. Um den ökologischen Fußabdruck bei Patagonia zu verringern, versuchen wir so viele Öko-Fasern (Bio-Baumwolle, Hanf, recyceltes Polyester und chlorfreie Wolle) und wiederverwertbare Stoffe wie möglich zu verwenden.

Im Herbst 2005 hatten wir uns ein Fünf-Jahres-Ziel gesetzt: Alle Patagonia-Produkte sollen 2010 zu 100% durch unser Common Threads Recycling Programm wiederverwertbar sein. Die fünf Jahre vergingen wie im Flug. Haben wir unser Ziel erreicht? Leider nicht ganz. Für die Herbst-/Winterkollektion 2010 haben wir es geschafft, dass 71% unserer Bekleidung (bzw. 63% aller Styles) wiederverwertbar sind, Rucksäcke und Taschen ausgenommen. Wir haben 12 Tonnen Kleidung im Rahmen unseres Recyclingprogramms gesammelt, 6 Tonnen davon wurden bereits wiederverwertet. Wir bleiben unserem ursprünglichen Ziel treu und arbeiten weiterhin daran, unsere Kollektion in naher Zukunft zu 100% wiederverwerten zu können.

Unsere Ergebnisse können sich sehen lassen: Schließlich haben wir erhebliche Fortschritte auf dem Weg zu unserem Ziel gemacht. In der European Outdoor Group haben sich eine Gruppe von Outdoor-Firmen in der Arbeitsgruppe „End of Life“ zusammengetan, um eine globale Recycling-Lösung für die Outdoor-Branche zu erarbeiten. Bisher bieten nur wenige Bekleidungsmarken wiederverwertbare Produkte an. Dank der Arbeitsgruppe werden sich hoffentlich noch mehr Unternehmen beteiligen und eine industrieweite Lösung entwickeln. Das Patagonia Common Threads Recycling Programm ist ein wichtiger Bestandteil unserer Bemühungen, den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Wir arbeiten mit speziellen Rohstoffen, den sogenannten “e-Fasern”, die weniger umweltschädlich sind als konventionelle oder nicht recyclingfähige Materialien. Wir sind bluesign®-Mitglied, und fordern unsere Stofflieferanten auf, ihren Materialverbrauch zu reduzieren und giftige Chemikalien besser zu entsorgen. Durch unsere Footprint Chronicles® können wir die Umweltauswirkungen vieler Patagonia-Produkte messen, festhalten und nachverfolgen. Wir produzieren nach sehr hohen Qualitätsstandards, mit der Idee dahinter, dass die besten Produkte einfach länger halten und nicht so oft ausgetauscht werden müssen. Wir entwerfen zeitlose Kleidung, die auch nach vielen Jahren noch gefällt. Wir legen es unseren Kunden nahe, unsere Produkte so lange es geht zu tragen bzw. sie an andere weiterzugeben. Wir verwenden zwei verschiedene Recycling-Methoden. Abgetragenes Polyester und Nylon 6 wird nach Japan versandt. Dort wird es chemisch in die Ausgangssubstanzen zerlegt, anschließend gereinigt, und dann werden daraus neue Polyester- und Nylon-Fasern mit der gleichen Qualität hergestellt. Bio-Baumwolle und Wollbekleidung werden mechanisch durch ein Unternehmen in Italien recycelt. Trotz großem Transportaufwand lohnt das Recyceln: Beim Gebrauch von Recycling-Material im Vergleich zu Primärfasern werden 76% Energie und 71% CO2 eingespart.

Das Recycling von Stofffasern ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Kleinteile, die aus anderen Stoffen und Fasern gefertigt wurden, müssen vor dem Recyclingprozess entfernt werden. Im chemischen Recycling verlangsamen Verunreinigungen chemische Reaktionsraten, was zu mehr Abfall führt. Da bis jetzt nur wenige Bekleidungsmarken ein Recycling-Programm anbieten, stoßen wir mittlerweile bereits an die Grenzen der Recycling-Kapazitäten. Neue Recyclingunternehmen für dieses kapitalintensive Geschäft zu gewinnen, hat sich bisher als recht schwierig gestaltet.

Da das Konzept der Wiederverwertung von Bekleidung recht neu ist, muss der Verbraucher zunächst informiert und aufgeklärt werden, was und wie recycelt werden kann. Ein in der Textilindustrie vergleichsweise relativ kleines Unternehmen wie wir hat es als Einzelkämpfer nicht leicht, diese neue Angewohnheit beim Verbraucher herbeizuführen. Außerdem ist es für uns ein Kostenfaktor: angefangen bei den Recycling-Boxen, die in unseren Shops und bei unseren Händlern aufgestellt werden müssen; alte Kleidung muss zu unserem Lager transportiert und dort sortiert werden, um sie dann zum Recyceln an die jeweiligen Recycling-Betriebe zu schicken. All das verursacht Kosten. Wir sind der Auffassung, dass diese Kosten jedem Produkt auf dem Markt anhaften sollte.

Unser Recycling-Motto ist: “Reduce, Reuse, Repair, Recycle“. Um nachhaltig zu sein, sollte Kleidung funktional, zeitlos schön und von dauerhafter Qualität sein. Falls etwas kaputt ist, reparieren wir unsere Produkte, vorausgesetzt ihre Funktionalität wird dadurch nicht beeinträchtigt. Und wenn es dann doch mal Zeit ist, ein Kleidungsstück wegzuwerfen, so werden wir unserer Verantwortung gerecht und nehmen es dank unserem Recycling-Programm zurück.

Wie hat Yvon Chouinard, Gründer und Eigentümer von Patagonia gesagt: „Je mehr du weißt, desto weniger brauchst du“.

WIE KÖNNEN SIE IHRE BEKLEIDUNG RECYCELN ?

  1. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Kleidungsstück auf der Liste unserer wiederverwertbaren Bekleidung erscheint (Sie finden die stets aktuelle Version auf unserer Website unter: www.patagonia.com/euro/recycle) oder mit einem Etikett, das das „Garnrollen“-Logo trägt, versehen ist.
  2. Geben Sie es bei einem unserer Patagonia Stores oder bei einem unserer unabhängigen Händler in Ihrer Nähe ab (Sie finden sie auf unserer Webseite unter: www.patagonia.com/euro/storelocator)
  3. Oder schicken Sie die Kleidungsstücke an folgende Adresse: Patagonia Service Center, C/O CEPL Beville, Recycling Programm, 7 avenue Gustave Eiffel, 28630 Gellainville, Frankreich

Bitte beachten Sie:

  • Wir recyceln keine Kleidung, die noch getragen werden kann. Bitte spenden Sie diese Ihren Wohltätigkeitsorganisationen vor Ort.
  • Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Personen, die im Rahmen der Wiederverwertung mit Ihren Kleidungsstücken in Kontakt kommen und senden Sie bitte nur saubere Produkte. Danke!

WAS KÖNNEN WIR RECYCELN?

  • Die gesamte Linie der Patagonia Capilene Funktionsunterwäsche
  • Die gesamte Linie der Merino Funktionsunterwäsche
  • Jeder Patagonia-Fleece und sogar Polartec® Bekleidung anderer Hersteller
  • Alle Patagonia T-Shirts, Shirts, Hosen, Shorts aus Bio-Baumwolle (es sei denn sie enthalten mehr als 10% Spandex)
  • Alle Sweaters (Bio-Baumwolle oder Merinowolle)
  • Alle Patagonia Soft-Shells
  • Jede synthetische Isolierung von Patagonia
  • Bestimmte Patagonia Hard-Shells

WEITERE INFORAMTIONEN AUF UNSERER WEBSEITE:

  • Video mit Timmy O’Neill, Alpin- und « Recycling » Ambassador in Japan: http://www.patagonia.com/euro/recycle
  • Wie funktionert’s? : http://www.patagonia.com/web/eu/popup/common_threads/howitworks.jsp
  • Häufig gestellte Fragen: http://www.patagonia.com/web/eu/popup/common_threads/faqs.jsp

Unter den Footprint Chronicles können Sie die den sozialen und ökologischen Fußabdruck und die Umweltauswirkungen von 17 unserer Produkte verfolgen : www.patagonia.com/euro/footprint.

Über Patagonia:

Patagonia Inc., der kalifornische Outdoor Bekleidungs- und Ausrüstungshersteller (Umsatz 315 Millionen $), gegründet 1973 von Yvon Chouinard, ist international für seine Produktinnovationen, höchste Produktqualität und herausragenden Umweltaktivismus bekannt. Patagonias Leitspruch ist: „Stelle das beste Produkt her, belaste dabei die Umwelt so wenig als möglich, inspiriere andere Firmen, diesem Beispiel zu folgen und
versuche, Lösungen zur aktuellen Umweltkrise zu finden“. Seit 1996 verwendet Patagonia ausschließlich biologisch angebaute Baumwolle in der Bekleidungskollektion. größerer Anteil an wiederverwertbaren synthetischen Fasern verwendet. Durch das „Environmental Grants Program“ spendet Patagonia jährlich 1% des Umsatzes zum Schutz der Umwelt (seit 1985 wurden 35 Millionen $ in Geld- und Sachspenden an Umweltorganisationen und Aktivisten, die speziell auf dieses Programm zugeschnitten sind, gespendet). Damit auch andere Firmen diesen Weg gehen können, gründete Yvon Chouinard 2001 die „1% for the planet“ Stiftung. Daran sind mittlerweile weltweit über 1000 Firmen beteiligt, die jährlich 1% ihres Umsatzes an Umweltgruppen spenden. Das „Environmental Internship“ Programm ermöglicht Patagonia-Angestellten, bis zu 2 Monate bei vollem Gehalt für eine Umweltschutzorganisation zu arbeiten. Weitere Informationen unter www.patagonia.com


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