Deutschland

12 Millionen Menschen treiben mehrmals wöchentlich Sport

Rhein-Main-Gebiet

5,7 Millionen Einwohner leben in der Metropolregion

Fitness- und Gesundheits-Anlagen

4,8 Milliarden EURO Umsatz p.a.

Autor

Autor-Archiv %s Caroline Opp

AustriAlpin sucht Autoren/-innen!

Fulpmes, 14. April 2010 – Die Tiroler Kletterhardware-Produzenten AustriAlpin suchen begeisterte Kletterer, die ihre Erlebnisse zu Papier bringen wollen. Dafür werden sie natürlich gebührend entlohnt.

Zum einen gewinnt die schönste Kletterstory einen Platz im neuen AustriAlpin-Katalog, der ab Mitte Juli im Fachhandel erhältlich ist. Darin werden der Autor und seine Geschichte in Wort und Bild vorgestellt – ein wenig Ruhm, Glanz und Glorie sind garantiert.

Zum anderen erhält der Autor / die Autorin ein Set brandneuer ELEVEN-Expressen im Wert von rund 100 Euro, mit dem er oder sie auch für weitere Kletterabenteuer bestens gerüstet ist!

Wichtig: die Kletterstory sollte nicht mehr als 6.000 Zeichen umfassen und bis 1. Mai an austrialpinkatalog@googlemail.com gesendet werden. Es geht übrigens nicht um die härtesten Routen, es geht einfach um eine schöne, emotionale Geschichte.

AustriAlpin freut sich auf Deinen Bericht!

Interview mit Gerlinde Kaltenbrunner

Gerlinde spricht über den Everest und ihre nächsten Ziele und verrät, was Bergsteigen mit dem Leben zu tun hat

Liebe Gerlinde, wie wird man „Bergsteigerin“? War das ein Kindheitstraum?

Mein Kindheitstraum war es nicht. In den Bergen war ich aber schon sehr bald unterwegs.
Nach meiner ersten Achttausenderexpedition haben mich mitunter die ganz hohen Berge nicht mehr los gelassen. 2002 nach der Besteigung des Manaslu habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt, irgendwann Profibergsteigerin werden zu wollen.

Du hast 12 von 14 8.000ern bestiegen, darüber hinaus viele andere schwierige Routen erklettert. Was zieht Dich immer wieder hinauf, trotz Gefahren?

Bergsteigen ist meine ganz große Leidenschaft. Die Begeisterung für die Berge habe ich schon von Klein auf in mir und wurde im Laufe der Jahre immer stärker…
Das eine sind die großen Strapazen, die Gefahr, die Entbehrungen. Gegenüber stehen jedoch so unglaublich schöne, intensive Momente, aus denen ich sehr viel Kraft schöpfe. Diese Momente sind es, die ich in mir trage und die mich immer wieder zu den hohen Bergen zurückziehen.

Gab es Zeiten in deiner Bergsteiger-Karriere, in denen Du am liebsten alles hingeschmissen hättest?

Nein, nie.

Welcher Gipfel ist Dein nächstes Ziel und wann geht es los?

Mein Mann Ralf und ich starten am 30. März nach Kathmandu. Anschließend geht es über die chinesische Grenze nach Xangmu und von dort zur Nordseite des Everest.
Das Supercouloir, welches sich aus dem Japaner und Hornbein Couloir in der Nordwand zusammen setzt ist eine wunderschöne direkte Linie bis zum Gipfel. 2005 wollten wir diese Route bereits versuchen, damals hatten die Verhältnisse gar nicht gepasst. Heuer probieren wir es erneut und hoffen natürlich, dass es klappen wird.

Everest Nordwand mit Routenverlauf, Foto: Ralf Dujmovits - amical.de

Everest Nordwand mit Routenverlauf - Foto: Ralf Dujmovits - amical.de

Was hat Dich das Bergsteigen über das Leben gelehrt? Mit anderen Worten: welche Erkenntnisse oder Stärken erwirbt man dabei, die man auch im „normalen Leben“ anwenden kann?

Durchhaltevermögen, Geduld, Disziplin, Willensstärke, Entscheidungsfähigkeit, gutes Einschätzungsvermögen bei sich selbst, den Teamkollegen und der Umstände am Berg, Grenzen erkennen… eine ganze Menge also!

Was unterscheidet einen weiblichen Bergsteiger von einem männlichen?

Aus eigener Erfahrung hören Frauen mehr auf ihren Körper, gehen oft sensibler mit Warnsignalen um und entscheiden dadurch oft anders.

Bergsteigen ist traditionell ein klassischer „Männersport“. Findest Du es manchmal schwer, von Deinen männlichen Kollegen akzeptiert zu werden?

Lange war das kein Thema für mich. Im Rückblick kann man schon sagen, dass ich lange Zeit nicht wahrgenommen wurde. Am Nanga Parbat hatte eine kasachische Gruppe ein Problem damit, dass ich eine Frau bin. Ich wollte mithelfen beim Spuren, doch die Kasachen akzeptierten das nicht. Da bin ich einfach aus der Spur getreten, habe mich vor den Kasachen wieder eingereiht und habe dann die Spur getreten.
Heute werde ich voll akzeptiert.

Was tust Du in Deiner Freizeit am liebsten?

Ich lese sehr gerne, wir gehen öfter ins Kabarett oder in ein Konzert ins nahe gelegene Festspielhaus Baden-Baden…..

2009 - Beim Anmarsch zum Lhotse - Foto: David Göttler

2009 - Beim Anmarsch zum Lhotse - Foto: David Göttler

Gerlinde, Du engagierst Dich stark für die Nepalhilfe. Was braucht Nepal am dringendsten und wie können wir Europäer das Land unterstützen?

In Form von Bildung können wir dem Land sehr viel geben. Schon seit langer Zeit arbeiten mein Mann Ralf Dujmovits und ich mit der Nepalhilfe Beilngries zusammen. Zum Beispiel unterstützen wir den Bau von Schulen. Zusammen mit der Nepalhilfe konnten wir so letztes Jahr im Mai eine große Schule in Thulosirobari eröffnen, einem kleinen Dorf etwa 3-4 Autostunden nordöstlich von Kathmandu entfernt.

Was kommt nach den ganzen 8.000ern? Hast Du Dir darüber schon Gedanken gemacht?

Im Moment konzentriere ich mich nur auf mein nächstes großes Ziel, die Everest Nordwand. Wenn bei dieser Expedition alles gut läuft, lege ich meinen Focus auf den K2.
Es muss immer alles perfekt zusammenpassen, um gut rauf und vor allem wieder runter zu kommen.

Und danach: Es gibt weltweit noch so viele Ziele, die Ralf und mich reizen … zum Beispiel eine Expedition zum Südpol, die vielen noch unbestiegenen Sechs- oder Siebentausender, oder auch noch einmal zum Nanga Parbat auf einer anderen Route…..

Liebe Gerlinde, wir danken für das Gespräch und drücken die Daumen für die Everest Nordwand.

Weitere Informationen:

K2 2009, Zum Teil Blankeis mit dünner Schneeauflage, Foto: D.Göttler

K2 - 2009 - Zum Teil Blankeis mit dünner Schneeauflage - Foto: David Göttler

Südfrankreich: Sonne, Strand und Sport

Outdoorziel mit großem Angebot: Provence-Alpes-Côte d’Azur

Zwischen der Rhone im Westen, Italien im Nordosten und dem Mittelmeer im Süden erstreckt sich die Provence, eine Landschaft bestehend aus den französischen Departements Alpes-de-Haute-Provence, Var, Vaucluse und Bouches-du-Rhône. Sie gilt als eine der sonnenreichsten und wärmsten Gegenden Frankreichs und bedingt mit ihrem milden Klima das Wachstum einer farbenfrohen, imposanten Flora: Kräuter wie Thymian, wilde Minze, Rosmarin, Oregano, außerdem Lavendel, Sonnenblumen, Pinien, Tomaten, Auberginen, …

Inmitten dieser Farbenpracht des von Dichtern besungenen „Land des Lichtes“ können Outdoorfreunde Wandern, Klettern, Reiten oder Radfahren; zieht es sie aufs Wasser, haben sie die Wahl zwischen Surfen, Tauchen, Kanufahren oder Segeln und hoch zu Luft lockt der Paragleiter.

Wo es besonders schön ist, verraten wir hier. Vorschläge zu spannenden Outdoor-Unternehmungen sind selbstverständlich inbegriffen.

1. Les Calanques

„Callanque“ ist der französische Name für ein steiles Tal, das zur einen Seite durch ein Kalkmassiv, zur anderen durch das Mittelmeer begrenzt wird. Entlang der Südküste der Provence finden sich diese fjordartigen Ausbuchtungen zuhauf; der Kontrast zwischen dunkelblauem Wasser, strahlendweissem Felsgestein und der dunkelgrünen Macchia macht das Gebiet für Wanderer äußerst reizvoll.

Wandern / Trekken: Besonders beliebt ist die Küstenwanderung „Sentier de Grande Randonnee“: über Stock und Stein führt der 30 km lange Wanderweg vom kleinen Fischerdorf in die malerisch historische Stadt Cassis, vorbei an einsamen Badebuchten, bizarren Felsformationen und wilden Pinienhainen.

Klettern: Auch Kletterer kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten: Die Calanques bieten vorzügliche Klettereien im unteren und mittleren Schwierigkeitsgrad. Die Kletterei findet an senkrechten oder positiv geneigten Wänden statt und ist zumeist eine Seillänge lang. Achtung: Aufgrund der Gefahr vor Waldbränden darf hier in den Sommermonaten nicht geklettert werden. Umso besser, meinen wir: Oktober/November und März/April sind die idealen Monate, da sich der Fels tagsüber ganz schön aufheizen kann. Die wichtigsten Sektoren sind Les Goudes, Sormiou, Morgiou, Luminy, La Gardiole und Marseilleveyre.

Tauchen: Auch bei Tauchern ist die Calanque beliebt, es gibt eine Vielzahl hübscher Buchten und Locations. Besonders bekannt ist beispielsweise die Ile Riou mit ihrem beliebten Tauchspot „Fameux Imperiaux“. Weitere Infos gibt es über das Diving Center Cassis: www.centrecassidaindeplongee.com

Weiterlesen

Schneeschuhwandern – Auf den Spuren der Trapper

Schneeschuhwandern – was ist das?

Fast schwerelos geht es durch die winterlich verschneite Landschaft. Puderzuckrige Tannen säumen den selbst gewählten Weg durch den Schnee. Der Atem bildet kleine, weiße Wölkchen.

Schneeschuhwandern wird immer beliebter, nicht zuletzt, weil es sehr einfach zu erlernen ist. Manch einer behauptet sogar: wer laufen kann, kann auch Schneeschuhwandern! Auf großen Tellern an den Füßen überschreiten Schneeschuhwanderer verschneite Flächen, die so vergrößerte Auflagefläche verhindert ein Einsinken und macht den Winterspaziergang nahezu mühelos.

Entstehungsgeschichte

Wer die Schneeschuhe erfunden hat, lässt sich heute nicht mit Eindeutigkeit beantworten. Fest steht, dass die eingeborenen Stämme Nordamerikas bereits seit Jahrhunderten bespannte Holzteller unter ihren Füßen befestigten, um weite Strecken zu überwinden. Von den weißen Einwanderern übernommen, gewann das Schneeschuhwandern alias „Trappen“ bei den Jägern und Fallenstellern bald große Beliebtheit. In Europa waren es die Skandinavier, die etwa ab dem 19. Jahrhundert eine ursprüngliche Form der Schneeschuhe einsetzten.

Ausrüstungsberater

Heute gibt es sehr unterschiedliche Arten von Schneeschuhen. In erster Linie unterscheiden die Profis zwischen dem „Original“ bzw. „Classic“ (die sich von der Form her gleichen, jedoch in ersterem Fall aus einem Holz- und in letzterem aus einem Aluminiumrahmen bestehen) sowie den so genannten „Moderns“. Während Originals und Classic Schneeschuhe gut für Wanderungen in ebenen Flächen und Tiefschnee geeignet sind, sind die Moderns aufgrund ihrer kleineren Auflage Fläche und ihrer Spikes bzw. Steigzacken für alpines Gelände gedacht.

Wer mit dem Gedanken spielt, Schneeschuhe zu erwerben, sollte die zunächst die folgenden Kriterien beachten:

  1. Gewicht: Die Größe des Tellers richtet sich nach dem Gewicht des Trägers. Dabei muss man nicht nur sein eigenes Körpergewicht bedenken, sondern auch das der Winterkleidung und des Tourenrucksackes. Mit einem zu kleinen Schneeschuh versinkt man, mit einem zu großen Schneeschuh büßt man Beweglichkeit ein.
  2. Gelände: wie eingangs erwähnt, gibt es Schneeschuhe für flaches und Schuhe für alpines Gelände – doch auch dazwischen gibt es noch einige Abstufungen. Will ich mit meinem Schuh ausschließlich leicht wandern? Will ich ins Gebirge? Oder soll er beides können? Wer sich nicht sicher ist, kann zunächst die Schuhe verschiedener Hersteller leihen (es gibt immer wieder Testival-Angebote), und dann seine Entscheidung treffen.
  3. Bindung: Die Bindung sollte bequem zu bedienen sein, auch mit Handschuhen; sie sollte darüber hinaus sicheren Halt gewährleisten.

Schneeschuhwandern

Die schönsten Touren in Deutschland und Österreich

Zunächst gilt: Überall, wo Schnee liegt, kann man auch Schneeschuhwandern. Eine Auswahl an Touren zu treffen, ist daher nicht einfach, zumal sich viele Touren abseits geräumter Wege befinden. Deswegen gilt grundsätzlich: Setzt Euch mit der aktuellen Lawinengefahr und -schutzmaßnahmen, Wildtierruhezonen und Schutzgebieten auseinander! Gerade für Anfänger ist die Teilnahme an einer geführten Tour empfehlenswert, die Veranstalter haben diese Faktoren bei der Tourenplanung berücksichtigt und kennen die schönsten Ecken der Region.

Wer gern auf eigene Faust losziehen möchte, kann das auf so genannten markierten Schneeschuhtrails. Hier eine Auswahl der schönsten für Einsteiger und fortgeschrittene Trapper:

1. Schneeschuhtrail „Feldberg klein“

Schneeschuhwandern Schwarzwald: Diese einfache Tour im Schwarzwald ist ideal für die ersten Schritte auf Schneeschuhen. Wer höher hinaus will, kann – vom gleichen Startpunkt aus – zum Gipfel des Feldberges wandern (1.493 m, ca. 3,5 Stunden). Die gut ausgeschilderte „kleine“ Runde beginnt hinter dem Haus der Natur und führt hinauf zum Seebuck-Gipfel. Hier zweigt der Trail nach Süden ab und führt vorbei am „Feldbergturm“ den Südhang hinunter zum Panoramaweg. Über diesen kommt man dann wieder zurück zum Haus der Natur.

Start/Ziel: Haus der Natur, Feldberg
Höhenmeter: 170
Dauer: 1 ½ Stunden
Distanz: ca. 1,5 km
Weitere Infos / Karte: hochschwarzwald.de/Entdecken/Winter2/Schneeschuhlaufen/ Schneeschuhtrails

2. Schneeschuhtrail „Balderschwanger Tal“ (Allgäu)

Schneeschuhwandern Allgäu: Im Balderschwanger Tal bietet sich für Winterwanderer eine sehr schöne und wenn gewünscht auch anspruchsvolle Tagestour an. Die Strecke beginnt im Ortszentrum und führt oberhalb des Lappach entlang des Südhanges ins Tal hinein. Im Tal befinden sich drei Hütten, die während des Winters zumeist geöffnet sind. Bis zur Bodenseehütte (1153 m) ist es ca. 1 Stunde. Nach weiteren 20 Minuten ist die Fuchshütte erreicht (1320 m). Hier kann man umkehren oder, bei guter Kondition, noch weiter bis zur letzten Einkehr, der Burgelhütte, wandern.

Start/Ziel: Balderschwang (Ortszentrum)
Dauer (gesamte Tour): 4 bis 5 Stunden
Höhenmeter: 450
Weitere Infos / Karte: balderschwang.de/winter/schneeschuhwandern/

3. Die „Schneeroaf-Roas“ im Salzburger Land (Rauris)

Schneeschuhwandern Salzburger Land: Die ausgeschilderte Schneeschuhtour im Talschlusskessel Kolm Saigurn bietet unnachahmliche Blicke auf die Gipfel der Dreitausender der Goldberggruppe. Am Parkplatz Bodenhaus (Nr. 65) südlich der Straße folgen, bei der Brücke rechts ab entlang der Hüttwinklache (ca. 300 m). Links über den Steg und der Straße bis zum Jagahäusl folgen. Hier beginnt der Knappenwanderweg. Durch den Wald geht es zur Rastmulde, dann links und über die Straße zum alten Kolmweg. Nun dem Trockenbach folgen und durch den Hochwald zum Talschluss Kolm Saigurn.

Dort kann man sich nach einer Stärkung bei einem der beiden Hüttenwirte, im Ammererhof oder im Naturfreundehaus, eine Rodel ausleihen und den Tag nach einer lustigen Rodelpartie, mit einem Abschlusstrunk im Alpengasthof Bodenhaus beenden.

Start/Ziel: Parkplatz Bodenhaus
Höhenmeter: 370
Dauer (aufwärts): ca. 3 Std
Distanz: 8 km
Weitere Infos: raurisertal.at

Schneeschuhwandern

Weitere Informationen für Schneeschuhwanderer

Deutschland:

Im Süddeutschen Raum gibt es unzählige Möglichkeiten, dem alpinen Schneeschuhwandern – auch auf leichten Touren – nachzugehen. Die wohl umfangreichste Sammlung hierzu findet sich auf www.roberge.de. Das Tourenportal orientiert sich dabei erfreulicherweise an den Umweltschutz-Richtlinien des DAV: „Naturverträgliches Skibergsteigen“.

Österreich:

In Österreich gibt es ein Tourenportal, in dem man gezielt nach Schneeschuhtrails suchen kann (115 sind derzeit verzeichnet): www.alpintouren.com. Alternativ kann man hier nach Region suchen oder sich die Touren auf Google Maps anzeigen lassen.

Schweiz:

Am weitesten sind jedoch die Schweizer: auf www.globaltrail.net sind Schneeschuhtrails in der gesamten Schweiz verzeichnet. Hierzu wählt man einfach einen Kanton auf der Schweizkarte und erhält einen Überblick über alle im Kanton verzeichneten Trails, inklusive Name, Länge, Dauer, Schwierigkeit und dem aktuellen Zustand des Trails. Zu jedem einzelnen Trail sind zudem eine Wegbeschreibung und Bilder hinterlegt.

Noch mehr wissen? Kein Problem:

Richtiges Verhalten beim Schneeschuhwandern, Broschüre des Bayerischen Landesamtes für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_91_natursport_schneeschuhwandern.pdf#

Literatur: Schneeschuhwandern (Amazon Partnerlink)

Ausrüstung: Schneeschuhe (Amazon Partnerlink)

Fotos: Tourismusverband Rauris

Interview mit Fotograf Hermann Erber

Hermann, Dein spektakuläres Foto von Albert Leichtfried und Markus Bendler neben einem kollabierenden Eisfall in Japan ging um die Welt. Wie war die Situation für Dich, was ging Dir in diesem Moment durch den Kopf?
In so einem Moment bleibt keine Zeit zum Denken, da alles so schnell geht. Durch die Entfernung verzögert sich auch das Donnern. Es wirkte daher eher surreal. Erst wenn alles vorbei ist, registriert man was passiert ist bzw. was passieren hätte können – und dann kommt der Adrenalinschub.

hermann-erber-6_1

Wie wird man Outdoor-Fotograf? War das schon immer Dein Wunsch?
Kamera mitnehmen und sich von ihr leiten lassen ist wohl das Beste, was man tun kann. Mein Wunsch? Nein, war es nicht, ich habe einfach das gemacht, was mir gefallen hat und das war eben draußen sein, Klettern und Bergsteigen.Weiterlesen

Thailand – Traumziel für Outdoorfreunde

Dass man in Thailand super am Strand chillen, gut essen und das Nachtleben genießen kann, ist den meisten – aus dem eigenen Urlaub oder Berichten von Freunden – hinlänglich bekannt.
Doch auch Outdoor-Sportler und Frischluft-Fans kommen hier voll und ganz auf Ihre Kosten.
Als Wander-, Kanu- oder Kletterziel hat Thailand einiges zu bieten – und das meiste davon spielt sich erfreulicherweise jenseits der touristischen Hochburgen ab.

Thailand für Kletterer – Geheimtipp „in der Mitte“

Dieser Tipp für Kletterfreaks stammt von einem, der es wissen muß: Gerhard Schaar ist hauptberuflich Kletterer und Weltreisender. Auf (fast) allen Kontinenten hat Gerhard schon Kletterziele begutachtet, um der Klettergemeinde anschließend darüber berichten. Nebenbei hat er außerdem ein neues Gebiet in Indien eingerichtet.  Mehr Informationen unter: www.gerhardschaar.com

Thailandreisenden empfiehlt Gerhard (unter andererem) Koh Yao Noi. Die Insel liegt zwischen dem wohlbekannten und vielbereisten Phuket und dem nicht minder bekannten Krabi, ist jedoch bislang eher unbekannt. Klettern kann man hier an hervorragendem Kalk und eindrucksvollen Sintern. Die rund 60 Routen sind allesamt steil und in den unterschiedlichsten Schwierigkeiten. Abwechslungsreich ist auch der Ausblick: man kann sowohl direkt über dem Meer als auch über dem Dschungel klettern.

„Gehaust wird hier klassisch thailändisch in Bambushütten – die gibt es in allen Preisklassen“, weiss Gerhard. „Viele Low Budget Kletterer checken bei Danny ein, der ist so eine Art Papa für die Kletterer und vermietet seine Bungalows für 7,- € am Tag.“ Der „Zustieg“ zum Fels erfolgt per Moped; auf die Insel kommt man mit dem Boot. Mopes und Transfer organisiert beispielsweise die aus Deutschland ausgewanderte Jasmin: www.thaihideaway.com

ko-lao-liang-6c-21-kl

Ko Lao Liang - 6c

Thailand für Wanderer

Wandern kann man eigentlich in ganz Thailand, man sollte sich jedoch vor Ort bei Reiseveranstaltern informieren. Besonders beliebt ist Thailands Süden – einzigartige Naturlandschaften und kilometerlange Sandstrände lassen das Wandererherz höher schlagen.

Unser Tipp: Der Khao Sok Nationalpark. Es handelt sich dabei um einen immergrünen Regenwald mit einer Gesamtfläche von 739 km2 und einer beeindruckenden und äußerst vielfältigen Flora und Fauna. Teil des Parkes ist ein großer Stausee (Chia Lan), der doppelt so groß wie der Chiemsee ist. Im Nationalpark kann man wandern, Tiere beobachten (Affen, Elefanten, Schlangen, Libellen, Schmetterlinge) oder Höhlen besichtigen. Die Touren (die meisten sollte man mit Guide unternehmen) können direkt vor Ort im Office des Nationalparks und in den verschiedenen Unterkünften gebucht werden. Derer gibt es unterschiedliche: ob Bambushütten mitten im Dschungel oder „schwimmende Hütten“ auf dem See, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Weitere Infos: http://www.dnp.go.th/ (offizielle Seite des Khao Sok Nationalparkes)

Thailand für Kanuten

Thailand wartet mit einem Naturwunder auf, das nur per Boot besichtigt werden kann: die zahlreichen, kreisrunden Inseln und Inselchen mit kraterartigen Einsenkungen des Ao Phang Nga Nationalparks. Die sogenannten Hongs sind bei Flut mit Wasser gefüllt – hier lebt eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen wie Muscheln oder Mangroven.

Die Entdeckungstouren kann man mit speziellen Hochsee-Kanus unternehmen. Spezialisierte Anbieter wie Sea Canoe Thailand bringen dem Besucher die fremde Tier- und Pflanzenwelt nah. Ob man dabei selbst paddelt oder paddeln lässt, bleibt jedem Benutzer selbst überlassen.
Auch Khao Sok, oben erwähnter Nationalpark, ist ein ideales Ausflugsziel für Kanuten. In zwei- oder drei-Tagestouren kann man auf dem Fluß durch eine einzigartige Dschungellandschaft, flankiert von imposanten Kalksteinfelsen, fahren (www.seacanoe.net, www.santanaphuket.co).

Bildquellen: © Ko Lao Liang: Gerhard Schaar

Mittenwald: Wanderungen zwischen Karwendel, Wetterstein und Estergebirge

Wanderungen rund um Mittenwald

Weithin sichtbar ragt der gotische Turm der katholischen Kirche St. Peter und Paul aus der Gemeinde mit ihren traditionellen Häuser mit Ziegeldach und Freskenverzierungen: Dieses Bild von Mittenwald bietet sich dem Wandersmann, der sich auf gemacht hat, die umliegenden Berge zu erkunden. Und derer gibt es viele: Der Ort liegt umgeben von Karwendel, Wetterstein und Estergebirge. Der ideale Ausgangspunkt also für Wanderungen. Wer dabei nicht so hoch hinauf möchte, kann auch einfach im Tal bleiben und entlang malerischer Bergseen in die Nachbargemeinden Krün und Wallgau laufen.Weiterlesen

Unsere liebsten Hütten im September

Die Top 3 Berghütten im September, ausgewählt von soap-box-derby.de

Auch für den September haben wir euch wieder ein paar Hütten herausgesucht, die in punkto Gemütlichkeit, Panorama und Gastfreundlichkeit keine Wünsche übrig lassen. Und da dieser Monat wohl der beste zum Bergwandern ist, stellen wir zu jeder Hütte eine lohnende Zwei-Tages-Tour vor. Viel Spaß beim Wandern!

Kaunertal: Verpeilhütte

Umgeben von den 3.000ern des Ötztals, liegt die Verpeilhütte in einem weiten Talgrund in unmittelbarer Nähe des Verpeilbaches. Das Panorama ist einzigartig, auf der Terrasse lässt sich bis in die Abendstunden die Sonne genießen. Besonderer Tipp: die Kasnockn mit Kraut – ein Gedicht (und auch besonders hungrige Gipfelstürmer dürften bei den Portionen satt werden). Hüttenwirt Mathias ist Bergführer und kann eine ganze Reihe wertvoller Tipps zu Wander- und Kletterausflügen in die Region geben!

Tourenvorschlag

Samstag: Anreise nach Feichten im Kaunertal (über Landeck). Von hier beginnt der ca. 800 Höhenmeter umfassende Aufstieg zur Hütte, Dauer: ca. 2 Stunden. Nach einer kurzen Rast (und der Unterbringung des Gepäcks) geht es in ca. 2 Stunden auf den Mooskopf (2.532 Meter).
Von hier oben bietet sich ein toller Rundumblick. Der Abstieg zur Hütte erfolgt über denselben Weg. Wer lieber klettern möchte, sollte den Hüttenwirt nach den verschiedenen Topos der Region fragen: Klettermöglichkeiten gibt es z.B. an den Madatschtürmen, am Verpeilturm und am Schweikert.

Sonntag: Zunächst auf dem gleichen Weg Richtung Süden, später jedoch links haltend erreicht man den Madatschkopf (ca. 2-3 Stunden Zustieg). Auch von diesem, rund 250 Meter höher gelegenen Gipfel, hat man einen einzigartigen Rundumblick. Abstieg über die Hütte zurück nach Feichten in ca. 4,5 Stunden. Es gibt viele weitere Gipfelmöglichkeiten von der Verpeilhütte: sie erfordern jedoch größtenteils alpine Erfahrung (Klettereien von II bis IV). Am besten beim Hüttenwirt beraten lassen, welche Tour sich für das persönliche Können eignet.
Wer ein paar Tage Zeit mitgebracht hat, kann auch weiter zur Kaunergrathütte über das Madatschjoch wandern (auch hierfür ist jedoch alpine Erfahrung erforderlich).

Anmerkungen: Das Kaunertal ist ein bislang weniger bekanntes und dafür umso schöneres Bergwandergebiet. Hier gibt es die richtigen Touren für Einsteiger, Fortgeschrittene und Bergprofis gleichermaßen. Landschaftlich ist das Kaunertal extrem reizvoll, da die touristische Erschließung bislang weit zurückhaltender erfolgte als bei manch anderem Alpental.

Berchtesgadener Alpen: Carl-von-Stahl-Haus

Dohlen auf der Terrasse des Carl-von-Stahl-Hauses
Dohlen auf der Terrasse des Carl-von-Stahl-Hauses

Das Carl-von-Stahl-Haus ist bei Wanderern der Berchtesgadener Alpen sehr beliebt und gilt als besonders familienfreundlich. Das Haus wurde 1921 mit der Unterstützung eines nach Amerika ausgewanderten Bergsteigers errichtet und in der Folge nach ihm benannt. Das Haus liegt am sogenannten Torrener Joch (1731 Meter).

Tourenvorschlag

Samstag: Vom malerischen Königssee geht es in ca. 3 Stunden zur Hütte. Start ist die Talstation der Jennerbahn, die man im übrigen auch zur Verkürzung des Weges (45 Minuten zur Hütte ab der Bergstation) nehmen kann. Der Weg führt über die Königsbachalm und das Schneibsteinhaus. Wer möchte, kann nach einer kurzen Rast auf den Jennergipfel steigen (1.874 Meter): hierzu geht es zunächst nach Westen zur Jennerbahn-Bergstation und von dort in einer halben Stunde auf den Gipfel.

Vom Jennergipfel lässt sich der gesamte Königssee überblicken. Von der Hütte auf den Gipfel und zurück gelangt man in ca. 2,5 Stunden.

Sonntag: Zunächst geht es auf einen weiteren Gipfel: den Schneibstein (2.276 Meter): Dazu dem rot markierten Pfad (Weg-No. 416) folgen. Beim Abstieg noch vor dem Carl-von-Stahl-Haus links abzweigen und an der Branntweinhütte den Weg zum Jennerhaus wählen. Das Haus liegt an der Mittelstation der Jennerbahn, von hier geht es mit der Seilbahn zurück zum Königsee. Bis Anfang Oktober geht die letzte Bahn um 17.15 Uhr, danach um 16.15 Uhr. Gehzeit gesamt: ca. 4,5 Stunden.

Anmerkungen: Wo kann man den Sonntagnachmittag schöner ausklingen lassen als am malerischen Königssee? Mit seinem kristallklaren Wasser, den steil aufragenden Bergen ringsum und den beschaulichen Ortschaften ringsum hält der Königssee dem Vergleich mit jeder Kitschpostkarte stand.

Allgäu: Edmund-Probst-Haus

In unmittelbarer Nähe zur Bergstation Höfatsblick (Nebelhornbahn) liegt das Edmund-Probst-Haus. Die Hütte liegt oberhalb der Schattenberg-Skisprungschanze, auf der jedes Jahr im Dezember das Auftaktspringen der Vier-Schanzen-Tournee stattfindet.

Tourenvorschlag

Samstag: Start der Wanderung ist die Talstation der Nebelhornbahn. Hier entscheiden Ambition und verfügbare Zeit über den Aufstieg: per Nebelhornbahn erreicht man die Station Höfatsblick und das Edmund-Probst-Haus bequem in wenigen Minuten. Wer sich für den Aufstieg zu Fuß entscheidet, geht zunächst auf einem sehr schönen, aussichtsreichen Tobelweg und schließlich auf alpinem, etwas steilerem Gelände in ca. 4 Stunden zur Hütte.

Sonntag: Auf dem Koblat-Höhenweg mit Panoramablick (400 Gipfel sieht man von den Aussichtspunkten des Weges) geht es zunächst nach Nordosten. Mit einigem Auf und Ab wandert man zum Koblatsee und weiter zum malerischen Laufblichlsee. Über den Engeratsgund geht es wieder talwärts. Ziel unserer Tour ist das Giebelhaus, wo man nach einer kleinen Stärkung mit dem Wanderbus nach Hinterstein und von dort zurück nach Oberstdorf gelangt. Dauer der Tour (ohne Busse): ca. 4,5 Stunden.

Anmerkungen: Der Höhenweg führt über den Koblat-, Laufbichl- und Engeratsgundsee (höchster Punkt: 2.100 Meter) und ist mit wenig steilen Anstiegen auch für weniger erfahrene Bergwanderer gut zu meistern. Die tollen See- und Gipfelblicke lohnen in jedem Fall

Bildquellen: Verpeilhütte – TVB Tiroler Oberland, Carl-von-Stahl-Haus,

Klettern in den Nordvogesen

Ein relativ unbekanntes Klettergebiet fernab der Alpen findet sich an der südwestlichen Grenze Deutschlands: die nördlichen Vogesen. Es handelt sich hier um ein Felsgebiet aus rotem Sandstein, der tektonisch betrachtet zum selben Gebirgszug wie der Pfälzerwald gehört. Was die Kletterei angeht, so könnten die zwei Regionen jedoch kaum unterschiedlicher sein: während Routen in der Pfalz meist bis zum Umlenker selbst abgesichert werden müssen und eine gute Vorstiegsmoral erfordern, sind die Nordvogesen durchweg gut mit Bohrhaken ausgerüstet.

Durch eine gut funktionierende Kooperation zwischen Forstverwaltung, Eigentümern, dem französischen Bergsteigerverein FFME und Naturschützern ist es gelungen, Weiterlesen

Unsere liebsten Hütten im August

Die Top 3 Berghütten im August, ausgewählt von soap-box-derby.de

Es gibt wohl kaum etwas befriedigenderes, als nach einem schweißtreibenden Aufstieg in den Bergen die Hütte zu erreichen und sich voller Vorfreude auf Apfelschorle und Brotzeit auf der Sonnenterasse mit Panoramablick niederzulassen. Wo es derzeit besonders schön ist und wo man außerdem auf nettes Hüttenpersonal trifft, verraten wir mit einer kleinen Übersicht über die Top 3 Berghütten im August. Passend zur Hütte schlagen wir jeweils eine 2-Tagestour vor – die Hütten verfügen nämlich alle über Betten im Lager oder in Zimmern.

Kleinwalsertal: Fiderepasshütte

Wer auf die Fiderepasshütte kommt, muss sich mit einer ganzen Reihe von Entscheidungen plagen: Was soll ich nur essen? Suppen und Gulasch genießen weithin große Beliebtheit. Und: setze ich mich jetzt in Österreich oder in Deutschland zum Essen? Die Landesgrenze verläuft nämlich quer über die – im letzten Jahr ausgebaute – Panoramaterasse.

Tourenvorschlag

Samstag: Anreise nach Riezlern bis 12.00 Uhr. Von dort Austieg über die Höflealpe und die Wankalpe durch das Warmatsgundtal zur Kühgundalpe 1744m. Durch den Talboden führt der Weg zum serpentinenreichen Aufstieg zum Fiderepass. (Ca. 4 Stunden).
Alternative: bei späterer Anreise empfielt es sich, von Riezlern weiter nach Mittelberg zu fahren. Von dort führt ein Weg durchs romantische Wildental bis zur Fluchtalpe und von dort steil aufwärts zur Hütte. (Ca. 2,5 Stunden).

Sonntag: Oberhalb der Hütte beginnt der Mindelheimer Klettersteig, der über die Schafalpköpfe in abwechslungsreichem Auf und Ab zur Mindelheimer Hütte führt. Der Weg über den Steig dauert 4-5 Stunden, der Abstieg durchs Wildental dauert ca. 2,5 Stunden. Diese Tour eignet sich nur für erfahrene Bergsteiger und Kletterer, die zudem früh aufgestanden sind.
Alternativ – und bequemer – gelangt man zur Mindelheimer Hütte über den Krumbacher Höhenweg in ca. 2-3 Stunden. Abstieg wie oben beschrieben.

Anmerkungen: Das Tolle am Kleinwalsertal ist seine Erreichbarkeit von Deutschland. Und zwar nicht nur aus Bayern – dort ist man sowieso mit genug Bergen verwöhnt – sondern auch aus beispielsweise Stuttgart oder Frankfurt ist man in 3 bzw. 4,5 Stunden mittendrin in der Bergwelt.

Fiderepasshütte im Kleinwalsertal

Fiderepasshütte im Kleinwalsertal

Mangfallgebirge (Bayerische Alpen): Tegernseer Hütte

Die Tegernseer Hütte ist ein beliebtes Fotomotiv für Wanderführer: kein Wunder, sitzt sie doch wie ein Adlernest auf dem steilen Rücken des Buchsteins.Hat man sich erst einmal hinauf geschleppt, stellt man fest, dass die Fotos nicht zu viel versprochen haben: die exponierte Terrasse bietet einen unnachahmlichen Blick ins Tal und aufs Karwendel und Wetterstein.

Tourenvorschlag

Samstag: Von Lenggries (Ortsteil Fleck) geht es über Mariaeck zur Roßsteinalm. Wenn die Hütte passiert wurde, zeigt ein Wegweiser den (kürzeren) Weg über den Klettersteig an: dieser ist mit Drahtseilen ausreichend versichert. Es gibt jedoch die Möglichkeit, ein Stück bergab zu gehen, bis man auf den Weg von der Buchsteinalm trifft (so umrundet man den Berg). Von der Hütte sind sowohl Roß- als auch Buchstein in je einer Viertelstunde zu erreichen. Auf den Buchstein hinauf muss man allerdings klettern (Kletterei im 2. Grad).

Sonntag: Über Rauhalm und Seekarkreuz geht es zur Lenggrieser Hütte. Nach einer kurzen Stärkung kann man über den Fischbachsattel auf einem breiten Weg zum Schloss Hohenburg wandern. Hier links haltend geht es zurück nach Fleck (alternativ mit dem Bus ab Lenggries/Hohenbrunn).

Anmerkungen: Auf der Hütte angekommen, heisst es erst einmal chillen. Das unvergleichliche Panorama lockt auch andere Gäste an, so dass es auf der Terasse meist recht gemütlich wird. Der Großteil sind jedoch Tagesausflügler, die am Nachmittag wieder abziehen. Mit ein wenig Glück kann man direkt unter der Terasse einen Kletterer ausmachen, der auf der sogenannten „via Weissbier“ (8-) zur Hütte kraxelt. Ausstieg ist die Terasse…
Kletterer aufgepasst: Am Buchstein gibt’s Dutzende Routen von 3+ bis 9+, sodass sich Kuchen mampfen und Apfelschorle trinken noch mit ein wenig Klettersport verbinden lassen.

Tegernseer Hütte - Mangfallgebirge/Bayerische Alpen

Tegernseer Hütte - Mangfallgebirge/Bayerische Alpen

Karwendel: Solsteinhaus

Erst im vergangenen Jahr wurde das Solsteinhaus grundlegend saniert, die Energieversorgung wurde optimiert und die Sanitäranlagen ausgebaut. Das Haus ist die Anlaufstelle von Wanderern und Kletterfreaks gleichermaßen und ist für seine großzügigen Portionen ehrlicher Hausmannskost bekannt.

Tourenvorschlag

Samstag: Mit dem Auto oder der Bahn geht es nach Hochzirl. Von dort der Wegnummer 213 folgen und über das Thomasegg nach Oberbach. An der Solnalm erhascht man den ersten Blick auf die Hütte. Von hier geht es weiter in Kehren aufwärts, bis das Solsteinhaus erreicht ist (ca. 3 Stunden). In unmittelbarer Nähe ist der neu sanierte Klettergarten Erlspitz, der bei Familien mit Kindern großen Anklang findet.

Sonntag: Den großen Solstein im Blick, geht es über den mit Latschenkiefern bewachsenen Berghang auf einem schmalen Fußweg aufwärts. Zum Gipfel sind es ca. 2 Stunden, der schweisstreibende Anstieg wird durch ein tolles Panorama entlohnt. Wer Zeit und Lust hat (und ein wenig Kletter-erfahrung), kann beim Abstieg zum Sattel links den kleinen Sollstein „mitnehmen“ – ein einfacher Klettersteig führt in ca. 1 Stunde auf den Gipfel. Vom Sattel geht es über ein steiles Geröllfeld hinab (bei Regen gefährlich!) und weiter durch den Wald zur Magdeburger Hütte (ca. 2,5 Stunden ab Gipfel).

Anmerkungen: Das Karwendel ist mit seinen schroffen Karen und spitzen Zacken ein sehr hochalpin anmutendes Gebirge in moderater Höhe. Es erstreckt sich von der deutschen Seite (Mittenwald) bis nach Scharnitz in Österreich.

Webadressen der Hütten

Bildquellen: Tegernseer Hütte: Deutscher Alpenverein/Sektion Tegernsee, Fiderpasshütte: Kleinwalsertal Tourismus